Wednesday, October 19, 2011

Gunung Ledang, Mt Ophir

Resort Gunung Ledang, 
die Hütten

Das Frühstück

Die Einführung

Noch frisch und energiegeladen
Jenny, unser Star!




Nur nicht los lassen...


Fleischfresser

 Der Ausblick

Der Palmenwald

Melaka

Unsere Unterkunft - das Heerenhouse
Die Bootsfahrt!


Der Hauptplatz von Melaka


Das "gute" Fleisch, das ich zu den Rice Balls serviert bekam!

The End!
Fotograf(en): Patrick Veigel/Ding/Passant

Tuesday, October 18, 2011

Der Berg rief!

Wir haben sie. Unsere „Stamm“lokale. Eine Bar, zum gemütliche Verweilen und ein Restaurant, zum gemütlichen Schlemmen. Endlich!!! Nach neun Monaten…Da sieht man wieder: Gut Ding braucht Weile!!!

Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen, aber das Geocachen hat wieder Seines getan und führte uns nicht nur erfolgreich zum Cache sondern auch zu einem sehr schönen, im Wald versteckten Restaurant. An einem Vormittag testeten wir zunächst die Getränkekarte aus und an einem Abend (gestern um genau zu sein) wurde die Speisekarte unter die Lupe genommen. Klar, wie überall bisher, hat nicht alles unseren verwöhnten Vorstellungen entsprochen, ABER – und das ist das wichtigste – es war nah dran. Die Kellner waren bzw. sind zu unserer großen Überraschung sehr redselig – was hier in Singapur sehr selten bis gar nicht vorkommt. Hier hat man als Gast eher das Gefühl eine Kakerlake zu sein, vor der sich das Gastronomiepersonal versteckt. Wie auch immer, unsere Kellner von gestern erzählten uns so allerhand. Zum Beispiel, dass der Big Boss aus Italien stammt. Und das dieser fließend Thai und Malay spricht. Und das er nur am Wochenende in Singapur ist. Er erzählte uns auch von ihren anderen Stammgästen. Den Eichhörnchen (es sind immer zwei gleiche) und der Kobra. Aha! Interessant. Interessant war auch das WC. Dort erfuhr ich, dass Palmen keine Bäume sind, sondern zur Gattung Pflanze gehören. Interessant. Hab nie darüber nachgedacht…

Um es nicht mehr länger spannend zu machen. Das Restaurant heißt eco gourmet restaurant und befindet sich im Labrador Park. Seitdem nun auch die Circle Line (die gelbe Linie) eröffnet ist (seit 8.10.2011), ist das Restaurant auch leichter mit den Öffis zu erreichen.  

 Foto: http://www.facebook.com/pages/ECO-Gourmet-Cafe-Singapore/176018382458636

Über unsere „Stamm“bar bin ich bei einem Spaziergang mit Yvonne zufällig gestolpert und hab mich sofort verliebt. Ich glaube es reicht, wenn ich euch den Namen des Lokals verrate. Dann solltet ihr schon Bescheid wissen: Book Cellar

 Foto: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.125923847456144.26929.125923804122815&type=
1#!/pages/Books-Cellar-Bookstore-Cafe-Bistro/125923804122815

Auch dem Arnold gefällts. Nicht nur wegen der Bücher von Stephen King – der Besitzer ist wohl der Größte Fan in Südostasien – sondern wegen der liebevollen und sorgfältig ausgewählten Einrichtung, wegen des Billiardtisches (nicht das wir nicht einen im Condo hätten), wegen der absolut sypathischen Besitzer und last but not least wegen der „günstigen“ Getränkepreise (mit Getränke meine ich nicht antialkoholische Getränke), die zum Unterschied zu allen anderen Lokalen in denen wir waren, in der Preisliste inklusive Servicecharge und GSt (Mehrwertsteuer) angegeben sind.

Nun wisst ihr auch darüber Bescheid.

Dann sollte ich euch noch von unserem Wochenende erzählen, das wir in Malaysia verbracht haben. Am Freitag nach der Arbeit holte mich Arnold mit dem Auto seines Kollegen ab und wir fuhren Richtung Newton – das ist in ein Stadteil in Singapur, ihr müsst nicht googeln – wo wir Damian zu Hause absetzten. Ja, er saß auch noch im Auto. :-) Welch ein Glück, dass Jenny & Patrick in der Nähe wohnen. Wir fuhren einfach ein Stückchen geraude aus und da waren wir schon bei ihnen – ohne viel Stau, was um diese Zeit ein Wunder ist. Nachdem alles im Auto – ratet mal welches Auto Damian fährt? – verstaut haben, ging es los. Unser Ziel: Gunung Ledang Resort, am Fuße des Mt. Ophir, 1276 m hoch, welchen wir am Samstag erklimmen wollten und natürlich auch haben, aber dazu gleich mehr. Die Fahrt dauerte in etwa 2,5 Stunden. Arnold ist echt sehr gut gefahren, wobei ich ständig mitbremsen „musste“- nicht wegen Arnolds Fahrstil sondern wegen der Idioten, die nicht Autofahren können. Leider gibt es davon sehr viele auf  Malaysias Straßen.

Das Resort bzw. der ganze Ausflug weckte meine Erinnerung an die Pfadfinderzeit. Es war schön wiedermal in der Natur zu sein und sich nur auf das „blanke“ Überleben zu konzentrieren.

Das Zimmer im Resort war ok, das Badezimmer allerdings, naja…mein erster Gedanke war: zum Glück hab ich kurz vor der Abreise geduscht. Jenny meinte, so ein Badezimmer wäre „normal“ hier. Na bravo. Nur kurz zum besseren Verständnis: die Dusche hatte keine Duschtasse, sondern einen Gulli neben dem WC, den Duschkopf erwähne ich gar nicht…

Nach einem ausgiebigen Frühstück bestehend aus Toast, Butter, Kaya (Kokos“marmelade“) und Ei ging es los zum Eingang des Nationalparkes Gunung Ledang, wo bereits unser Guide namens „Ding“ :-D auf uns wartete. Wir bekamen eine kurze Einführung von der Route und um 8.35 Uhr starteten wir bei ca. 110 Höhenmeter los. Bis zum ersten Wegpunkt waren über 700 Stiegen zu besteigen. Weiter ging es mit 65 % bis 75% Steigungen, die wir teils mit befestigten Leitern teils mit Seilen bewältigten. Um 13.30 Uhr waren wir am benachbarten Gipfel auf 1.225m angekommen (der Gipfel des Mt. Ophirs ist aus Sichherheitsgründen gesperrt)  – erschöpft aber sehr glücklich und sehr stolz. Nach einer längeren Pause ging es dann wieder bergab. Der Abstieg wurde mit einem starken Regen abenteuerlicher gemacht. Ohne Regenschutz und ohne Schutzmöglichkeit stampften wir alle tapfer runter. Als wir unten angekommen sind, hat es – war ja klar – zum Regnen aufgehört. Teils umgezogen teils nicht fuhren wir in das nicht weit entfernte Melaka. Unsere Unterkunft lag direkt am Fluss und war entzückend. Da wir uns nicht wirklich bewegen wollten, pflanzten wir uns in das benachbarte Lokal, das sich als Volltreffer erwies: coole Atmposphere (am Fluss), sehr gute Küche UND Bier.

Das Austehen am nächsten Tag war SCHMERZHAFT!!! Das Stiegensteigen: SCHMERZHAFT!!! Bewegen: SCHMERZHAFT!!! Hab mich zwar echt gut geschlagen am Vortag, aber ohne Training war so was ja zu erwarten. Dennoch…Aua! Wir beschränkten uns dann auf eine Bootsfahrt, einen kurzen Abstecher auf den Hauptplatz und das Schiff, das als Museum dient und landeten wieder in umserem Lokal vom Vorabend und spielten Karten. Zuvor wagten wir uns in ein lokales Restaurant, in dem wir uns die berühmberüchtigten Chicken Rice Balls von Melaka bestellten. Wäre da nicht ein kleiner Zwichenfall mit meinem Fleisch gewesen, hätte ich jetzt an dieser Stelle gar nichts zu beklagen. Die Rice Balls waren lecker, mein Chicken jedoch etwas zu „english“. Alles in allem ist Melaka ein schönes Städchen, geprägt von den Portugiesen, Holländern und Briten, das uns sicherlich wiedersehen wird. Natürlich unter anderen Umständen… 


Das wärs für heute.

Danke für eure Aufmerksamtkeit!

Ach ja 1. Das Wetter! Es ist nicht mehr kalt in Signapur! Jetzt ist es heiß! Sehr heiß sogar! D. h. keine Jeans derzeit nötig.

Ach ja 2. Es hat Beschwerden gegeben, dass wir zu wenig fotografieren bzw. zu wenige Fotos online stellen. Liegt daran, dass wir wirklich wenig fotografieren. Seitdem wir die große Loomie haben, ist kleine Fuji etwas böse und das lässt sie uns auch spüren! Wir geben der Fuji noch ein wenig Zeit sich abzureagieren, sollte das nicht passieren, ziehen wir es in Betracht uns eine kleine Loomie zu besorgen. Damit wird sie dann leben müssen, die Fuji! 

Ach ja 3. Fotos zum "Berg" gibt es voraussichtlich morgen. Patrick wird sie uns heute geben - hoffentlich.

Sunday, October 2, 2011

Wind, Regen und Weltuntergangsstimmung

Heute regnet es mal nicht in der Früh. Es scheint so, als würde es ein regenfreier Vormittag werden.

Ob ihr es glaubt oder nicht, ich selbst wollte/konnte es gar nicht wahrhaben, ABER letzte Woche habe ich FREIWILLIG drei Mal meine Jeans angezogen (die, die ich noch halbwegs ohne Bauchschmerzen zumachen kann) – so „brrrr-kalt“ war es. Allerdings nur in der Früh. Ja. Zwischen 6.00 und 9.00 Uhr tobte(n) Unwetter – Weltuntergangsstimmung. Es regnete nicht. Es schüttete. Der Wind zeigte sich von seiner stärksten Seite. Brrr. 

Ich möchte aber in die Stadt und ziehe am ersten Weltuntergangstimmungstag ganz feierlich eine Jean an. Ob das ein Fehler war? Ja, war es. Definitiv. Denn, als sich Wind und Regen bis zum nächsten Morgen schlafen legen, wird es plötzlich wieder tropisch warm. Herrlich. Vor allem in der Jean. Am nächsten Tag dasselbe Szenario. Evelin lernt nix aus ihrem Fehler vom Vortag und zieht erneut, stur wie ein Stier, eine Jean an. Will mich ja nicht erkälten. Dieses Mal soll ich aber in die Stadt – da Englischkurs. Der Englischkurs ist übrigens „handsome“. Er sieht ein bisschen aus wie Chris Martin von Coldplay. Kein Wunder, dass meine Motivation auf einer Skala von 1 – 10, bei 10 liegt. Ist doch klar. So lernt es sich irgendwie leichter.  

Zurück zum ursprünglichen Thema. Weltuntergangsstimmung. Jeans. Evelin lernt noch immer nicht aus ihren Fehlern vom Vortag und vom Vor-Vortag. Am dritten Weltuntergangsstimmungstag gehen Arnold und Evelin cachen. Es könnte ja kalt werden, drum ziehe ich mir meine recht luftige Leinenhose an, allerdings nicht mehr so feierlich. Ein Kompromiss? Nix da. Kein Kompromiss. Eine Schnapsidee. Nachdem sich Wind und Regen verabschiedet haben, bleibt eine verschwitzte Evelin mit dreckiger, weißer Leinenhose zurück. Was lerne ich daraus? Bzw. lerne ich was daraus? Es wird sich weisen. Ich halte euch diesbezüglich am Laufenden.

Jetzt aber ganz im Ernst. Ich fand es sehr aufregend, natürliche Kälte auf meiner Haut zu spüren. Solange mein Verstand es zuließ (Man-könnte-sich-ja-verkühlen-Verstand), bewunderte ich meine Gänsehaut und erfreute mich am Wind, Regen und der Weltuntergangsstimmung.

Weiter geht’s. Ich bleibe aber beim Wetter. Auf Bintan (eine Insel in Indonesien; allerdings nur eine Stunde von Singapur entfernt) war das Wetter nämlich auch nicht viel besser. Zwar besser, aber nicht viel besser. Woher ich das weiß? Nun ja, ich war vor Ort. Auf Bintan. Und dort bekämpften sich Wind und Regen in der Nacht. Wie nett von ihnen. Was zurückbleibt, ist ein mit Blätter und Regenwasser gefüllter Jacuzzi auf der Terrasse unserer wunderschönen Hütte. Wer gewonnen hat, weiß ich allerdings nicht. Nur gut, dass ich mit Julia dort war und den Jacuzzi nicht benutzen wollte. Hätte ich aber wollen, hätte das nette Personal kein Problem gehabt, es für uns zu „richten". Und das mit einem Lächeln. IndonesierInnen sind generell sehr fröhliche Menschen. Lachen immer. Bei Wind und Regen. Bei Sonnenschein und Hitze. Immer.

Die Insel Bintan hat aber nicht nur fröhliche und bemühte Menschen, sondern auch fröhliche und bemühte Tiere. Sie räumen auf. Helfen den Menschen. Lässt man zum Beispiel einen Schokoriegel liegen, eilt ein Äffchen zur Hilfe. Man kann doch schließlich keinen Schokoriegel in der Sonne liegen lassen, zerschmilzt ja. Und Erdnüsse, die sollte man auch nicht einfach so offen am Tisch im Zimmer liegen lassen, denn da könnten sich ja Ameisen oder Spinnen ranmachen. Nein, das kann ein Eichhörnchen doch nicht zulassen. Nie und nimmer. Selbst ist das Eichhörnchen. 



Zurück zum Wetter. Zurück nach Singapur. Regnet es an einem Morgen – sagen wir mal Mittwochmorgen –  mal nicht, ist es „diesig“. Wer oder was ist der Bösewicht? Sind es wieder die „Haze“ (Waldbrände) von Sumatra, die die Luft etwas verdichten und neblig machen? Die Antwort liegt dann am Abend, als wir den Bird Park Hill erklimmen, klar auf der Hand, ähm nein, klar in der Luft. Die „Schuld“ kann dieses Mal nicht auf das benachbarte Indonesien geschoben werden. Für die dicke Luft verantwortlich ist dieses Mal der Großbrand in Shells größter Raffinerie in Singapur. Kann ja mal passieren, so ein Großbrand, für den man zwei Tage braucht, bis er gelöscht ist, nicht? Alles nicht so tragisch. Wieso auch? 


 Ja, ja das liebe Wetter. Alles nicht so einfach. Ich gehe heute nicht in die Stadt. Deshalb brauche ich auch keine Entscheidung zu treffen, ob ich mich warm oder kalt anziehe. Abgesehen davon, stürmt und regnet es nicht. Noch nicht. Kann sein, dass Wind und Regen verschlafen haben. Morgen aber gehe ich in die Stadt. Zum Englischunterricht. Ich glaub, da werd ich mir was Kühleres anziehen. Keine Ahnung, irgendwie war es letzte Woche etwas heiß im Klassenzimmer. ;-)

Ich berichte. Über das Wetter. Und über mein Vorankommen im Englischunterricht. Versprochen.

Genießt die schönen Tage in der Heimat.


Monday, September 26, 2011

China und der Grand Prix von Singapur

Ni Hao! Hallo meine Lieben!

Wie Evelin schon beschrieben hat, haben wir die 2 Wochen in Österreich sehr genossen und einige schöne Bilder mitgenommen, die uns für die nächsten 52 Wochen an euch - liebe Freunde - erinnern werden. Vermutlich kommen wir erst nächsten September wieder einen Sprung nach Hause. In der Zwischenzeit aber erkunden wir Asien weiterhin und versuchen unser Leben hier zu genießen.

Apropos Genuss: Dieser fand am letzten Sonntag nach dem Besuch im "Brotzeit" ein jähes Ende.

Nach einer wundervollen Wanderung über eine Hügelkette und die Henderson Waves bis zur Vivo City, sind wir auf ein verdientes Bier und unser Abendessen ins deutsche Lokal "Brotzeit" eingekehrt. Jenny und Patrick haben die Tour schon mal gemacht und uns begleitet. Da Patrick ja derzeit eine Lokaleröffnung dieser Kette in Hanoi (Vietnam) vorbereitet, war die Wahl des Lokals eine leichte.



Nach dem Bier und dem Essen sind wir noch auf die Terasse der Shopping Mall um einen Cache zu heben, aber es waren zu viele Leute da und so ist uns die Lust daran vergangen. Außerdem habe ich schon ein leichtes Gefühl von Übelkeit verspürt. Als wir dann im Bus am Heimweg waren kann der Punkt an dem ich vorzeitig und fluchtartig den Bus verlassen und mich wieder vom Abendessen trennen musste. Daheim hat sich dieser Vorgang dann noch mehrmals wiederholt und ist "fließend" in Durchfall übergegangen. Nachdem ich am Montag noch keine feste Nahrung zu mir nehmen konnte, bin ich zum Artz und bekamm dort nebst ein paar Tabletten (Durchfall, Übelkeit, Antibiotika) auch Porrige verschrieben. Das ist eine Art Reis-Eintopf und gilt als Allheilmittel. Hylak-Tropfen hatte ich nicht zur Verfügung. Auch keinen Zwieback oder Soletti. Also wurde die Magensverstimmung mit Cola, Porrige und Kamillentee erfolgreich bekämpft. Ich nehm doch keine Antibiotika wegen ein bisschen Durchfall, oder?

Am Dienstag hatte ich somit meinen ersten Tag Krankenstand in Singapur und Mittwoch war ich wieder fit. Gut so, denn am Donnerstag sollte ich nach China fliegen.

Für China brauch man auch als Österreicher ein Visum. Das gibts normal für ca. 100 SGD und Express für ca. 600 SGD. Wie immer spät dran wurde ein Express-Visa beantragt und auch rechtzeitig am Mittwoch Nachmittag wieder geliefert. Meine Kollegen machten wohl Scherze von wegen: Nach China rein ist nicht das Problem, aber raus lassen sie dich vielleicht nicht mehr...
Mit diesem Gedanken im Hinterkopf hab ich in Changi am Flughaen eingecheckt und genoss dann einen BusinessClass Flug nach Guangzhou und weiter nach Nanning. Einreise problemlos.

Nanning ist eine wirklich schöne, moderne Stadt die in den letzten Jahren viel Wert auf Infrastruktur, Ausbildungsplätze und Schaffung von Naherholungsgebieten gelegt hat. Die Früchte reifen langsam und immer mehr junge Menschen bleiben hier und wandern nicht mehr in die überfüllten Ballungszentren an der Ostküste aus. China ist zwar ein großes Land, aber die Masse der Bevölkerung gruppiert sich in einigen wenigen Megacities im Osten und verlässt das ländliche Gebiet in der Hoffnung in den Städten ein besseres Leben mit höherem Wohlstand zu bekommen.


Papa: Die Taxis sind von VW! Genauer gesagt VW Santana. Im Gegensatz zu den meisten Städten in Asien, wo die Taxis von Toyota sind.

Natürlich wäre es keine authentische China Erfahrung, wenn nicht eine Story übers Essen dabei wäre. Meine Antwort auf die Frage, was ich denn gern Essen möchte war: I think, i should try some local food! Nicht zu erwähnen, dass die Kollegen sehr erfreut waren, das zu hören und so bekam ich dann Bergfrösche, Bambusmäuse (vergleichbar mit einem Eichkätzchen) und typisch chinesische, ultrafette Schweineschwarte. Aber auch eine gute Pilzsuppe und etwas Wurzelgemüse wurden kredenzt. In Summe ein reichhaltiges, fettes aber geschmacklich gutes Essen.


Ein paar mehr Fotos sind auf Facebook in meinem Album zu finden.

Nach meiner (erfolgreichen) Rückreise nach Singapur konnte ich schon die ersten Eindrücke der Formel 1 beim Qualifying vom Taxi aus miterleben. Bist du deppert is das laut!

Bevor ich aber in Richtung Rennstrecke gefahren bin, hab ich Evelin noch nach Bintan (Indonesien) ins schönste Hotel der Insel verabschiedet und hab mir beim Cachen einen Sonnenbrand am Nacken geholt. Man gönnt sich ja sonst nix.
Vom Rennen selbst gibts net viel zu erzählen. Ist nicht wirklich spannend. Die Asiaten habens nicht so mit dem Feiern und der Enthusiasmus auf den Tribünen hält sich in Grenzen. Nur über Schumis Crash haben sie sich gefreut. Gewonnen hat eh der Vettl und schön war, die Österreichische Bundeshymmne in Singapur zu hören.
Ich bin halt auch kein so großer Fan von LinkinPark, aber ein paar Takte vom Konzert hab ich mir bei einem Glas Bier gemeinsam mit Tihomir reingepfiffen.

Was man aber lobenswert erwähnen muss, ist die Fähigkeit der Singapurer und der Behörden, ein so großes Event so perfekt zu organisieren. Der Verkehr war nur minimal eingeschränkt, die öffentlichen Transporte funktionierten perfekt und ohne Staus. Verpflegung und Sanitäre Einrichtungen waren ausreichend vorhanden und die Disziplin der Besucher ist außerordentlich. Nur ein paar Europäer können sich nicht ans Schlange stehen gewöhnen und versuchen sich vorzudrängen.

Zugegeben, es ist schon beeindruckend, die Boliden mit 280km/h und mehr über die Esplanade Bridge rasen zu sehen um dann in 100m auf 120km/h zu bremsen. Aber 700 SGD oder gar 1.400 SGD für Tickets auf einer Tribüne zu zahlen ist es echt nicht wert. Vielleicht nächstes Jahr einfache Eintrittskarten wenn eine interessante Gruppe auftritt. Den Lärm bekommt man auch von den Stehplätzen aus mit und von den Autos und der Strecke sieht man sicher auch mehr, als von der Tribüne aus.

Alles in Allem muss ich sagen, dass mir das Race Weekend mit Felix am Red Bull Ring Ende August besser gefallen hat. Das war mehr Aktion, mehr zu sehen und man war einfach näher am Geschehen und sogar in der Boxengasse. Und das alles für nur 20€!!!

Was bringen die nächsten Wochen? Wir wollen endlich auf Pulau Ubin und dann ist ein Ausflug per Auto nach Malaysien geplant. Wohin genau wissen wir noch nicht. Auch Wandern im Mc Richie Nationalpark in Singapur steht auf der Liste der Freizeitaktivitäten. Weiters die Erkundung der näheren Umgebung um ein "Stammbeisl"zu finden. Der Serbe beim East Coast Park ist doch ein wenig zu weit weg um mal auf ein Bier oder ein Glaserl Wein hin zu fahren. Für den November wäre noch Vietnam geplant, aber genaue Termine sind noch in Abstimmung. Ach ja: Yvonne und ihr Freund Thomas werden uns auch im November besuchen, bevor sie weiter nach Australien fliegen. Wir freuen uns schon.

Und wir müssen uns leider von Julia, Flo, Leo, Nicki und Mona - alias Huber5ive - verabschieden. Sie gehen wieder zurück nach London. Es war eine schöne Zeit mit den Beiden und ich hoffe, wir sehen uns bald in England wieder.

Na dann, zai jian!
Bis bald, Arnold!

Wednesday, September 14, 2011

So schmeckt(e) der Sommer!

Da bin ich wieder…

…und schwitze was das Zeug hält. Unglaublich. Ungefähr so war es als wir letztes Jahr im Oktober auf der „Orientierungsreise“ hier in Singapur waren. Hallenbadwetter. Hoffe auf baldigen Umschwung.

Da ich ja nun aus dem Urlaub komme, und euch demnach nicht mit Singapur-Klatsch-und-Tratsch-Beobachtungen-usw. beglücken kann, fasse ich „in kurzen Worten“ unseren Urlaub im wunderschönsten Land auf Erden zusammen. Dieser Urlaub war von Anfang bis zum „schönen“ Ende einfach nur schön. Ja, schön.

Während dem Rückflug (nach Singapur), der, so nebenbei bemerkt für mich absolut relaxt war – für Arnold nicht (ich weiß leider nicht genau wieso) – ließ ich die schönen 16 Tage Revue passieren. Tausende von Bildern, Gedanken und Gefühlen ziehen an mir vorbei. Und das glatte 12 Stunden lang. Nein, ich übertreibe. Es waren nur sechs Stunden. Eine Stunde wurde gegessen (für zwei Mahlzeiten gerechnet), ca. zwei Stunden geschlafen, zwei Stunden Pirates of the Caribbean geschaut, eine Stunde gelesen.

Aber nun, zurück zu den Bildern, Gedanken und Gefühlen.

Ich kämpfe gerade, meine Lieben. Kämpfe mit den Bildern, da ich euch ja keine 16 Tage in voller Länge zumuten kann und ich mich nicht zwischen den Bildern entscheiden kann. Ich kann euch aber auch nicht sechs Stunden meiner Gedanken in Word-Dokument-Form antun. Schnauf. Ich frag mich nur, warum ich so viele Bilder und Begegnungen so intensiv in Erinnerung behalte? Für mich ist das nämlich nicht so selbstverständlich. Ich gelte ja bekanntlich als „vergesslich“. Fragt meine Eltern, meinen Bruder und meinen Schwester. Vielleicht auch Manu. Nicht nur einmal fragten sie mich mit unglaubwürdigem Gesicht: „Was, du weißt das nicht mehr?“ Und leider muss(te) ich ihnen immer wieder das Herz brechen und sagen: „Nein. Leider nicht!“ Vielleicht sollte ich beginnen Tagebuch zu schreiben? Oder Gedächtnistraining betreiben? Einschlägige Literatur hätte ich mir ja schon letztes Jahr besorgt …

Ich behalte keine Gespräche in Erinnerung. Weiß nicht, was ich bei der ersten Begegnung mit Julia an hatte. Weiß nicht mehr, ob es geregnet hat oder die Sonne geschienen hat als Leticia auf die Welt kam. Weiß nicht mehr, was ich gedacht habe, als Manu mir erzählte, dass sie schwanger ist. Auch nicht, was ich an unserem Hochzeitstag gegessen habe. Dafür habe ich aber sehr, sehr, sehr viele Bilder im Kopf. Meine Kindheit, meine Teenagerzeit, mein Erwachsenwerden, mein Erwachsensein, schön katalogisiert in meinem Speicher. Das was ich nicht schaffe zu speichern, wird fotografiert und findet sich auf meiner Festplatte wieder. Als Gedächtnisstüzte. Jetzt wisst ihr auch, wieso ich (fast) immer fotografiere. Ich habe somit einen Weg gefunden, (fast) nichts zu vergessen. Tagebuch schreiben ist ja schön, aber aufwändiger. Oder etwa nicht? Jetzt wisst ihr aber auch, dass ihr alle von mir als Gedächtnisstützen benutzt werdet.

Ich schweif schon wieder ab. Bzw. ich hole ganz schön aus. Wisst ihr, wenn ich meine Gedanken und Reflexionen zu Geld machen könnte, wäre ich jetzt wohl eine sehr reiche Frau. Nicht, dass ich das sein wollte. ;-)

Nun, die Bilder unseres Sommers 2011 aus Österreich/Ungarn(Kroatien/Slowenien, genauer aus Wien, Schwarzenbach, Ritzing, Sopron, Bad Lutzmannsburg, Donji Vidovec (angeblich mein Geburtsort; daran erinnere ich mich zwar nicht, aber meine Eltern werden mich diesbezüglich wohl nicht anlügen), Kalsdorf, Graz (Bienengasse), Stegersbach, Graz, Seiersberg, Murska Sobota, Baden, Bad Vöslau, Kopfing, Schärding, Kalsdorf, Weiz, Kalsdorf, Wiener Neustadt, Schwarzenbach, Wien sind:

Ich sehe gerade Vici bzw. ich stelle sie mir vor, wie sie nervös mit Arnold telefoniert, der ihr schon etwas genervt versucht zu erklären (das hingegen sehe ich), wo genau wir denn in Schwechat auf sie warten. Sie ist angeblich schon irgendwo in der Nähe. Ich höre Vici, die uns so nebenbei mitteilt, dass sie am 3. Oktober in Bad Sauerbrunn zu arbeiten beginnt. Oder ist es doch Bad Schönau? So viel zum Erinnern. Vici net bös sein. Zumindest weiß ich noch, dass es der 3. Oktober ist bzw. dass du überhaupt zum Arbeiten beginnst. (Sie ist nämlich seit Juli 2011 vom Bergler ausgebildete Heilmasseurin).

Ich sehe Mama (Schwiegermama), die uns als erste stürmisch begrüßt und uns zur Feier des Tages Kraut- und Zwetschkenstrudel macht. Mit frisch gepflückten Zwetschken übrigens. Zwetschken gibt es heuer im Hause Lanz nämlich sehr viele.

Ich sehe Papa (Schwiegerpapa) mit Arnold in den Badesee verschwinden. Ich sehe auch Vici, Arnold und mich beim Beraten, wie und wo wir Papa suchen sollen. Wir teilen uns auf. Jeder schwimmt in eine andere Richtung. Besorgt – Papa könnte einen Krampf bekommen haben.

Ich sehe Arnold und mich im Vierkanthof von Arnolds Eltern. Wo Christoph und Karin einen köstlichen Grillabend für uns veranstalten. Auch Gilly und Petra sind da (Bangkok). Papa auch. (Wir haben ihn nicht retten müssen. Er hat sich nur einen Scherz mit uns erlaubt, soll heißen er ist nur etwas langsamer als Arnold beim Durchqueren des Sees gewesen). Ich sehe auch eine wütende Mama – am nächsten Tag war sie dann nicht mehr böse; zumindest nicht auf uns.

Ich sehe Katharina in Sopron ihren Schleier und ihr weißes Jäckchen bezahlen. Ich sehe auch Bianca und Manu und die Fußballmannschaft. Ich sehe Katharina Feuchtgebiete vor „uralten“ Menschen lesen. Das war ein Spaß! Katharina sehe ich auch beim Aufguss machen – ganz privat für Bianca und mich, und noch weitere Gäste. 



Ich sehe mich im Auto nach Graz fahren und Arnold beim Felix abholen.

Ich sehe meine Eltern, die uns zu Recht mit Stolz das mittlerweile komplett renovierte Haus zeigen. Mein Elternhaus, wie ich es kannte, war mal. Alles neu. Bis auf die Fassade. ;-) Auch den Pool, hinterm Haus sehe ich. Mama hat sich die Haare geschnitten. Steht ihr gut. Papa hingegen lässt offensichtlich seine Haare wieder etwas wachsen. Aber das macht nix. Steht ihm nämlich gut. Ich sehe auch MAMAS Kartoffelpuffer. Ich schmecke sie sogar noch. Ich sehe meine Mutter fragen: „Evelin, hast du zugenommen? Steht dir gut“.

Ich sehe Leticia und Julian, die sich WIRKLICH freuen uns zu sehen. Meine Großen! Ich stelle fest, dass Leticia mal ein sehr hübsches Mädchen wird. Ich sehe auch Leticia weinen, weil Arnold sie „brutalst“ in den Pool schmeißt. (Zu Arnolds Verteidigung: Es war nicht seine Absicht Leticia wehzutun). Das arme Ding. Dort, wo Arnold sie „gepackt“ hat, verfärbt sich ihre Haut blau. Oliver, der das ja nicht weiß, denkt im ersten Moment, sie wäre misshandelt worden. Irrtum. Arnold war's. Unabsichtlich, wie gesagt. 



Ich sehe meine kleine Schwester, die nervös ist, weil sie in drei Tagen zu Saubermacher wechselt. Ich sehe Zeljko uns von Ägypten und neuem Auto erzählen.

Ich sehe meine Schwägerin, die weint. Es war kein leichtes Jahr für sie. Kopf hoch, Marina. Alles wird wieder gut. Du hast uns.

Ich sehe auch Andrea. Zum ersten mal als Schwangere. (Hoffentlich nicht zum letzten Mal!) Steht ihr gut!

Ich sehe Sandra, ja genau DIE Sandra, die uns erzählt, dass Arnold und ich „Beziehungspaten“ geworden sind. Find ich schön.

Ich sehe auch Isabel, Wanako und ihre kleine Stella. Wobei, Stella sehe ich gar nicht so viel. Sie versteckt sich ein bisschen. Ich sehe Eierschwammerl und Knödel. Mhhh.

Ich sehe Graz. Alleine. Ich gehe über die Herrengasse zum Klammerth und entdecke dort die Schüsseln, die wir von Julia und Florian zu unseren Geburtstagen bekommen haben. Ich nehme aber an, sie haben die Schüsseln nicht beim Klammerth gekauft. Ich schlendere weiter. Ich sehe FreundInnen, die ihren After-Work-Drink zu sich nehmen und vermisse ganz plötzlich meine Mädles. Stelle fest, dass ich genau DAS am meisten vermisse. Ich gehe weiter über die Murbrücke zum Mariahilfer Platz weiter zum Lendplatz. Sehe mein Graz. Ich sehe mich traurig werden.

Ich sehe Meliha, auch als Lilly bekannt, und Jürgen. Wir feiern Jürgens XX Geburtstag. Bei ihm ist es so, wie mit gutem Wein. Je älter er wird, desto gutaussehender wird er. (Genauso wie Arnold – finde ich).

Ich höre Klementina zur Arbeit gehen – zur „neuen“ Arbeit. Und Lilly, mit mir am Franziskaner Platz Wein trinken. Ich sehe mich auch beim Interview mit der G7. Jürgen fotografiert.

Ich sehe endlich meine Manu. Sie schaut auch gut aus. Hat sie abgenommen? Ich sehe ihr Haus. Sie hat schon wieder was verändert. Wie ein Überraschungsei, ihr Haus. Wenn ich ihr Haus betrete, erwartet mich immer: Spiel, Spaß und Spannung.

Ich sehe Susanne, Andrea, August, Arnold, Manu und mich bei der Bretteljaus’n beim Zach z’samm sitzn. Ich sehe Susanne mich fragen, ob ich zugenommen habe. Ja, habe ich, liebe Susi.

Ich sehe Susanne zu, wie sie uns von den Hausplänen erzählt. Es wird schön, dieses Häuschen. Ich sehe Andi und August in ihren wohlverdienten Urlaub fahren. Dabei wird mir klar: Das nächste Mal wenn ich sie sehe, sind sie zu dritt. Andi, August und eine kleine Augustine.

Ich sehe Arnold und mich küssen und uns „Alles Gute zum 5. Hochzeitstag“ wünschen. Wir packen unser Geschenk aus. Yvonne, danke! 



Ich sehe Jürgen (den Fotografen) uns erzählen, dass er sich ein neues Auto gekauft hat. Er hat nicht abgenommen. Schaut trotzdem gut aus.

Ich sehe Sonja und Uwe, die in Finnland ihren Urlaub verbracht haben. Arnold isst Springbocksteak. Uwe fragt uns, wann es am günstigsten wäre nach Singapur zu kommen.

Ich sehe auch Manu (Arnold’s Manu) und Sabine. Auch Sabine hat ein neues Auto. Ich sehe Manu erzählen, dass ihr Fernseher kaputt geworden ist. Sie hat schööööne Schuhe an. Prost, Mädels! Der Wein mit euch schmeckt besonders gut.

Ich sehe uns mit Tina und Zeljko, Oliver, Marina und Julian nach Murska Sobota fahren, wo wir dann vom Regen von der Terrasse ins Lokalinnere verdrängt werden. Macht nix. Die Cevapcici schmecken auch so.  





 Ich sehe Schwesterherz, Arnold und mich am Balkon frühstücken. Ohne Ei. Keines mehr da. :-)

Ich sehe den nervösen Felix vor dem Standesamt schreien: „Kommt ihr bitte rein! Die Braut ist schon da!“ Ich sehe wie Felix entspannt – wahrscheinlich wegen der Star-Wars-Klaviertöne – in Katharinas Richtung blickt, die vom Eingang zu ihm schreitet. Ich sehe mich das Lied „So schmeckt der Sommer“ mitsummen. Ich sehe mich fallen und mein Knie aufschlagen. Ohne Einsatz kein Preis, oder so ähnlich. Ich sehe Kaiser Franz auf uns blicken. 


Ich sehe uns beeindruckt vor dem Baumhaushotel stehen. Wow! 


Ich sehe Papa unsere Trauerweide schneiden. Und Mama a Blunzn für Arnold braten. Ich sehe uns auch bei den Weiz-Nachbarn Ripperl essen. Ich sehe Jonas und Noah, die schon SEHR groß geworden sind. Jonas redet schon!

Ich sehe Nicola bei einer Tasse Kaffee von ihrem/n Wahnsinns Projekt erzählen: sie und ihr Freund bauen eine Schule in Afrika bzw. sie lassen bauen. Ich sehe mich mit offenem Mund dasitzen und flippen, weil ich das so großartig finde.

Ich sehe Arnold und mich mit Leon und Lara im Kindermuseum. Ich sehe und höre Lara You are beautiful singen. Leon im Klettergarten klettern. Kiki wird allmählich grau. Steht ihm aber. So find ich. Und den Fisch, den sehe ich auch. Ein Karpfen, 4 kg. Hat Leon mit Opa gefangen.

Ich sehe mich am Sofa von Klaus und Eva, wie ich verzweifelt versuche ihre Katze zu mir zu locken. Gelingt nur teilweise. Arnold, der wohlgemerkt eine Katzenhaarallergie hat, tut sich da etwas leichter. Mich kratzt sie.

Ich sehe mich Tee einkaufen und mit Arnold diskutieren, warum ich für 20 Teebeutel über  € 3,20 ausgegeben habe. Ich sehe uns „Wetten, dass…?“ spielen. Mit Felix und Katharina. Und Vici. Die Mädels verlieren.

Samstag ist. Wir packen zusammen. Vorbei is es. Bald. Ich sehe nämlich Karin und Christoph Pizza machen. Richtig! Karin kocht gerne. Das merkt man auch. Sie ist wirklich gut darin.

Silvia, Reini und ihre Mädels + Sarah sehe ich auch noch kurz. Silvia gibt ihren Zähnen Vorzug.

Kurz vor dem Abschied sehe ich auch Mama (Schwiegermama) - kurz nur. Mama ist derzeit sehr eingeteilt. Leider.

Ich sehe noch viel, viel mehr. Tihana und Tante Gerlinde zum Beispiel. Oder das Frühstück mit Mama und Papa beim Sorger. Aber wie gesagt, ich wollte euch nur in „kurzen Worten“ meine Bilder schildern. Wobei, ein ganz wichtiges Bild habe ich doch noch vergessen. Nämlich:

Ich sehe mich von allen verabschieden, für wahrscheinlich ein Jahr. Ich versuche nicht traurig zu sein. Gelingt leider nicht. Ich bin traurig.

Macht nix. Ich sehe es vorbeigehen und wiederkommen.

Nun Blicke ich in die nahe Zukunft und freue ich mich auf neue Bilder. Mit Julia/den Hubers, Jenny & Patrick, (anderen) Julia, Andreja, natürlich Arnold, ...

Eure“vergessliche“ Evi



















Saturday, August 20, 2011

Urlaubsvorbereitungen

Pffff. Ziemlich anstrengend die letzten Tage und Wochen.

Seit wir unsere wundervolle, angenehme, äußerst interessierte und lustige Besucherin wieder in die Heimat verabschiedet haben, geht es ziemlich drunter und drüber. Evelin hat die 3. Tranche des umfangreichen Übersetzungsprojektes bekommen, das noch vor unserem Urlaub in Österreich fertig werden muss und ich hab endlich den Auftrag für das erste Fördertechnikprojekt in Südostasien erhalten.

So positiv diese Ereignisse auch sind, so anstrengend sind auch die damit verbundenen Aktivitäten und - in meinem Fall - Dienstreisen. Von Penang nach Hongkong, dann wieder mal nach Thailand, eine Woche später wieder nach Hongkong und am nächsten Tag nach Manila. Ja, es macht eh Spaß - bis zu einem gewissen Grad. Aber mir wäre lieber, ich hätte nur 1-2 Flüge pro Monat.

Zur Urlaubsvorbereitung gehören leider nicht nur die schönen Dinge wie Mitbringsel einkaufen, sondern auch das Abschließen oder Übergeben von laufenden Projekten an mehr oder weniger qualifizierte Kollegen. Stimmt schon, ich bin eh selber schuld, wenn mein Mitarbeiter noch nicht so gut geschult ist, dass er mich angemessen vertreten kann. Aber so einfach wie ich mir das mit den Asiaten zuerst vorgestellt habe, scheint es nun doch nicht zu sein. Man redet, erklärt, zeigt. Man erhält zustimmendes Nicken und einsichtige Antworten. Wenn mann dann nach einem halben Tag intensiver Arbeit des Mitarbeiters das Ergebnis desselben betrachtet folgt jedoch die Ernüchterung. Fleißig gearbeitet: JA. Effektiv gearbeitet: NEIN! Wo liegt das Problem? Ok, nochmal von vorne.
"Why did you do what you did?"
"Can you try to explain why you did it that way?"
"Didn't we agree to do it like that?"

Ok. Warum hast du es dann anders gemacht, lieber Freund?
Eh wurscht. Mittlerweile ist es Freitag, halb fünf. Um fünf ist die Woche wieder vorbei. Lust auf ein Bier? Nein! Schon wieder das Telefon. Ach ja, Graz ist ja mittlerweile auch im Büro und will mir wieder mal erklären, was ich beim Auftrag alles verbockt habe. Nach 15min wissen wir jedoch, dass eh alles ok ist. So jetzt ist es 16:45. Bier? Hmm ok, der Notvorrat im büroeigenen Minikühlschrank wird angezapft. Guinness Bier. Das kann man im Kaffeebecher gut tarnen ;-). Die Woche ist vorbei - die Arbeit leider nicht. Am Abend Emails checken und ggf. die wichtigsten beantworten. Gut dass in Graz am Freitag auch nur bis 14Uhr gearbeitet wird - im Schnitt zumindest. D.h. um 20 Uhr ist es endlich ruhig am mobilen Email-Empfangsgerät und ich kann mit meinem neuen Freund Florian in Ruhe mein 2., 3. und 4. Bier genießen. In einem English-Pub im CBD (Central Business District).

Sonntag ist in Dubai der Beginn der Woche und die ersten Emails rauschen wieder ein: Bitte noch diese Änderung am Layout; Kannst du mir diese Option noch schnell kalkulieren?; Ist das und das auch berücksichtigt?; Da am Montag die Kundenpräsentation ist wird um rasche Rückmeldung gebeten. Also nach dem Frühstück am Sonntag Morgen wieder ran an den Laptop. Gut dass ich den Ordner synchronisiert habe. Mittlerweile kennt man ja seine Patienten....

Ja, meine Lieben! Das angenehme, lässige Arbeitsleben das ich bisher in Singapur gewöhnt war hat sich langsam gewandelt. Durch den Auftrag in Manila ist der Email-Verkehr um ca. 126% gestiegen (vgl. auf Monatsbasis).

Auch Evelin hat wieder in das alte Muster zurückgefunden, dass sie in Graz so gelebt und geliebt hat. Mit Freunden treffen, Lokale ausprobieren, Touren aus dem Stadtführer durchwandern und einfach die Stadt und neue Heimat kennenlernen. Auch Geocachen hat sie wieder als Leidenschaft entdeckt. Obwohl sie sicherlich mehr erlebt und mehr zu erzählen hätte als ich, warten sie noch auf den Kuss der Muse. Vermutlich kommt dieser aber erst, wenn sie nicht mehr 8h täglich am PC hängt und an den Übersetzungen arbeitet.

Ja, auch das soziale Leben hat sich entwickelt. Wir treffen uns zumindest einmal pro Woche mit unseren Bekannten auf einen Drink, zum Abendessen, zum Brunchen oder einfach daheim zum Essen, Trinken, Tratschen. Spieleabend gab es noch keinen. Liegt aber vermutlich mehr an den fehlenden Brettspielen. Majong steht noch am Programm, aber erst nach unserem Heimaturlaub.

Gestern hatten wir eine Schweizerin und ihren deutschen Gatten zu Besuch und hatten einen netten Abend mit gutem Essen und österreichischem grünen Vetliner aus der Wachau. Das tut mal gut. Heute ist ein wenig Faulenzen angesegt. Ich glaub wir schmeißen uns jetzt mal an den Pool solang die Sonne noch stärker ist als die Wolken.

Wir freuen uns auf Österreich und Kroatien - auch wenn es anstrengend werden wird!
Wir freuen uns auf das Wochenende mit Felix und Katharina (getrennt allerdings).
Auf die paar Tage mit unseren Familien
Auf die Nacht im neu renovierten Haus in Kroatien
Auf die Besuche bei unseren Verwandten
Auf das Bier nach der Arbeit im La Vita mit Peter
Auf das Abendessen mit Klausi und Eva Maria
Auf die Hochzeit von Felix und Katharina
Auf die Geburtstage von Silvia, Jürgen und Zeljko
Auf den Buschenschank mit Freunden und Familie
Auf den Kurzbesuch in Weiz
und vor allem auf das Einlösen unseres Sponsionsgeschenkes von Meliha, Jürgen, Sonja und Christoph: Den Urlaub im Baumhaushotel!

So, ab an den Pool!

Sunday, July 31, 2011

Java - Indonesien (Gastbeitrag 2 Punkt 0)

Von Ascheregen, Mega-Cities im Hochkonzentrat und den tausend Farben Grün

Das Datum auf meinem Rückflugticket spricht von morgen. Ich widerspreche trotzig. Mein bis zum Anschlag mit Impressionen gefüllter Körper wird sich jedenfalls wider jeden Trotz mit hunderten lächelnden, asiatischen Gesichtern in die Boeing 747 stapeln, seine ihm angehörigen Gliedmaßen verrenken und mit blauen Kniescheiben und künstlich verdünntem Blut eine sanfte Landung ersehnen.


Meine Gedanken flattern jedoch noch auf Höhe der geschlossenen Stupa um das weltweit größte buddhistische Heiligtum – den Borobodur Tempel. Die monumentale Sakralarchitektur, die auf den Mahayana - Buddhismus zurückzuführen ist, erhebt sich in Zentraljava in drei Stufen aus dem Boden. Das Auge verfängt sich zunächst auf der ersten Terrasse in der Sphäre der Wünsche, der Weltlichkeit mit all den irdischen Lüsten und Begierden, steigt sodann auf in die zweite Sphäre der Formen, wo zwar noch physische Existenz, dennoch schon ein Streben nach Sinnsuche erwacht ist und mündet schließlich in der dritten Sphäre der Formlosigkeit. Den Gipfel bildet die völlige Vergeistigung. Schnaufende, kamerabepackte Touristenströme ergießen sich wie gierige Lavaströme über die attraktive Tempelanlage. Zur Erleuchtung gibt es keinen Lift.

 

Ob es nun an der Hitze oder an den kunstvoll gemeißelten Flachreliefs liegt, die einem entlang dem spiralgleichen Aufstieg gen Stupa den Atem rauben, ist nicht restlos zu klären. Die fünfhundertvier vollplastischen Buddhas, die in jeder verwinkelten Nische postiert sind, haben in jedem Fall das ein oder andere Auge auf uns geworfen. Als Geschenk belohnt der Gipfel mit einem tiefen Einblick in das mannigfaltige Feldermosaik, das sich wie ein grünstichiger Teppich über die Insel ausrollt. Reis-, Chilli – und Erdnussfelder, Tabak – und Snake fruit Plantagen wetteifern um Ackergrenzen und lassen ihr bestes gedeihen, um die vielen hungrigen Mäuler der Millionenstädte zu stopfen. Ohne Fleiß kein Reis. Reis wird im übrigen bereits aus China importiert.

Zurück auf dem Boden unserer Weltlichkeit kehren meine Reisegefährtin Evi und ich von unserem „Land und Leute“- Ausflug nach Yogyakarta zurück. Wir haben in der blühenden Sultanstadt aus dem 18 Jahrhundert eingecheckt. Eine Bettstatt für müde Seelen. Zumindest bis 4.30 Uhr frühmorgens tauchen wir ab in Träume über säbelschwingende Palastwächter, Vogelmärkte und königliche Lustschlösser, bevor uns der Muezzin lautsprecherstark und erfolglos zum Pflichtgebet ruft.

Umso ergebener folgen wir unserem streng religiösen Guide Kardi über Stock, Stein und Sanddüne, der -wie auch 88 % der indonesischen Bevölkerung- Muslime ist und fünfmal täglich zu Allah betet. Währenddessen er die Moschee besucht, pflanzt er uns in Panoramateehäuser mit Ausblick auf die Smogglocke der Arbeiter- und Industriehochburg Semarang oder empfiehlt beschauliche Fahrten mit der Pferdekutsche am Strand. Wir folgen ihm fiebrig, nicht ohne die ein oder andere gesellschaftspolitische Diskussion, die er jedoch gekonnt in der Regel mit religiösen Totschlagargumenten abwürgt. Die Fragen brennen weiter unter den Fingernägeln. Beim Essen sitzen wir getrennt.

Umringt von staunenden Augenpaaren und offenen Mündern der hiesigen Bevölkerung verlaufen wir uns in der labyrinthartigen, umwallten Hofstadt, dem königlichen Kraton, dem Wasserpalast und den wuselnden, geruchsüberladenen „wet markets“. Minütlich werden Anfragen für ein gemeinsames Photo an uns herangetragen. Wildfremde Hände zerren an den unseren. Einer Zusage unsererseits folgt kreischende Begeisterung. Besser als wäre man Britney Spears. Wir lächeln artig, fühlen uns beschämt, aber auch ein klein wenig berühmt. Interviews lehnen wir jedoch entschieden ab.

In diesen Momenten erkennen wir die Nachteile unseres Fußgängertums, wo doch beinahe jeder javanesische Zweibeiner ein Auto, ein Moped, ein Fahrrad oder eine Rikscha sein eigen nennen darf. Gehsteige sind Mangelware. Abseits der Belagerungen öffnen sich unsere Sinne umso weiter für das fruchtbare, rohstoffreiche und vielschichtige Land zu Fuße des gefährlichen Vulkans, dem Gunang Merapi, dessen Rauchschwaden permanent mit dem Tode drohen und die Javanesen immerfort an ihre eigene Vergänglichkeit erinnern.

Meine morgige Abreise drängt nun auch wieder in meine Erinnerung und daher nutze ich zuletzt noch die Gelegenheit, ein GROSSES Danke schön an meine lieben Gastgeber Arnold & Evelin auszusprechen, die so sehr bemüht um mein Wohlergehen waren. Ich habe die Zeit und die gemeinsamen Reisen mit Euch sehr genossen und bin nun um soviele schöne und nachhaltige Erfahrungen reicher!

In diesem Sinne: Terima kasih selamat tinggal – danke und auf Wiedersehen!

Sandra