Tuesday, April 26, 2011

Ostern und alles was dazu gehört...

...in einer Fotostory!












Was schließt man aus dieser Fotostory? Bei den KroatInnen dreht sich zu Ostern alles nur um das Essen! Sogar Tage danach...erst heute wurde das letzte Ei heruntergew...ähm, nein, heruntergeschlungen! :-)

So, liebe Blog-LeserInnen, die Blogschreiberin und ihr Herr Gemahl verabschieden sich nun in den dreiwöchigen Urlaub. 

See you @home!

Sunday, April 17, 2011

Dies und jenes!

Erst gestern Abend, ca. 20 Uhr, hatten wir die Eingebung: heute ist doch Palmsonntag. Schneller als ihr euch vorstellen könnt, waren unsere geweihten Palmkätzchen, die wir aus Österreich mithatten, am Tisch. Puh...noch mal gut gegangen! An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Danke an die „Palmkätzchen-Organizierer“!

Ihr seht, die Uhren hier in Singapur, ticken anders…:-) Man vergisst alles um sich herum! 

Da Arnold, was die Berichterstattung betrifft, ganz streng ist, muss ich unseren Singapurfilm zwei Wochen zurückspulen und euch von den Erlebnissen vor zwei Wochen erzählen ähm schreiben. Ich hab ja letzte Woche nur von KL berichtet, meinte Arnold…

Gut, wie er meint! Über ein „Erlebnis“, das unsere Vici interessieren könnte.

Vor zwei Wochen haben wir es endlich gewagt. Wir haben uns massieren lassen. Zunächst die Fakten. Wo? Bei uns im Jurong Point. Was? Nacken- und Schulter(massage). Kosten? SGD 22,-- (Euro 12,26).  Nun die Eindrücke: Die Terminvereinbarung verlief problemlos und vor allem schnell. Massiert wurden beide von Männern, auf Sesseln, die aussehen wie Popo-Trainingsgeräte im Fitnessstudio, bei denen man auf dem Bauch „sitzt“ (mehr liegt) mit einem Loch für das Gesicht. Arnold „durfte“ sein T-Shirt ausziehen, ich wiederum wurde angezogen massiert. Und das aus einem einfachen Grund: Es war ein Massageraum, in dem sowohl Fußreflexmassagen als auch Nacken- und Schultermassagen gemacht wurden, d. h. wir waren nicht alleine! Gut…Da mein Masseur kein Öl verwenden konnte, nahm er ein Handtuch zur Hilfe. Er legte das Handtuch einfach auf die Stellen, die er mir gerade massiert hat und das hat -  will man es glauben oder nicht – sehr gut funktioniert. Er hat sehr fest massiert, teilweise etwas zu fest. Lockerte aber seinen Griff, nachdem ich ihn darum gebeten habe. Die Nacken- und Schultermassage beinhaltete natürlich die Massage des Nackens sowie der Schulter, darüber hinaus die Massage der Hände, bis zum kleinen Finger sowie die Massage des gesamten Rückens. Auch wenn es an manchen Stellen etwas schmerzhaft war, war das Gesamtergebnis dennoch verblüffend: Arnold und ich schwebten regelrecht in die Wohnung.

Das nächste Mal möchten wir es mit einer Fußreflexmassage versuchen. Eventuell lassen wir auch die Fische an unsere Füße heran. Fische und Füße? Ja, so was gibt es hier. Das nennt sich Fisch-Spa. Man setzt sich auf eine Bank, gibt die Füße ins Wasser und lässt seine Hornhaut von kleinen Fischen aufessen. Funktioniert angeblich super…

Sonst waren wir seit Langem wieder im Chinatown. Das letzte Mal waren wir zu Chinese New Year dort. Schlendernd, na Korrektur, eigentlich war es im Restaurant sitzend, entdeckten wir dort "Erichs Wuerstelstand". Da schaut ihr, gell? Gehört haben wir zwar schon davon, es aber nicht glauben können. Inmitten von chinesischen Ramschläden und Restaurants werkt Erich hinter seinem Thresen und verkauft Würstel und Brot. Natürlich haben wir gleich ein Brot mitgenommen und uns zu Hause eine Bretteljause gerichtet. :-)

Weiters haben wir wieder Uni Luft geschnuppert. „Unweit“ von uns befindet sich die NTU – Nanyang Technological University…Was uns dorthin verschlagen hat? Keine Angst, Arnold will nicht noch mal…Na was wohl? Ein Cache natürlich, den wir übrigens erfolgreich gehoben haben. Der Campus ist allerdings sehenswert. Ich bin mir dort vorgekommen, wie in einem kleinen Kurort. Hügelig, viel Grün, riesige Sportanlage samt Schwimmbecken, Shuttel-Busse, unzählige Wohnungen.


Sonst möchte ich euch noch einen Teil unserer Singapur-Bekanntschaften vorstellen:

Der flinke Leo

Der Genießer Nikki

Die schön(heitsschlafend)e Mona

Familienunternehmerin Julia

Andere Julia mit verschwitzter Evi

Diese Woche gibt es viel zu tun...daher höre ich jetzt auf. 

Wünsche allen einen schönen Wochenstart! 

Bid bald!

Sunday, April 10, 2011

Geglückter Tripp nach KL

Nach der unschönen Erfahrung mit Manila hatte ich da so meine Zweifel, was das weitere Verreisen aus Singapur betrifft. Mit Vorfreude und ganz viel Enthusiasmus buchten wir dennoch ganz kurzfristig Flug und Hotel in Kuala Lumpur. Am Tag vor der Abreise wurde ich unbewusst ein wenig nervös. Fing an die Wohnung zu putzen, zu bügeln, wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend zu laufen, die Sessel und Zeitungen am Tisch zu verrücken und zu ordnen (so eine Marotte von mir – hat was mit Aberglauben und meinem Papa zu tun). Arnold meinte nur irgendwann: Hast dich jetzt genug ausgesponnen?

Um 5 Uhr!!! am LCT – Low Cost Terminal angekommen, hatte ich plötzlich ein Déjà Vu. Ich überreiche dem Herrn hinter der „Budl“ meinen Pass. Er schaut ihn skeptisch an. Kleine Schweißperlen entstehen auf meiner Stirn. Arnold greift angespannt aber langsam ihn seine Tasche, um die Bestätigung der malaysischen Botschaft schnell vorweisen zu können. Pause. Wir brauche keine Bestätigung vorzuweisen. Alles klar. Ich bekomme meinen Boarding Pass! So weit so gut! Das kennen wir schon. In Malaysia angekommen, beginnt das ganze Prozedere noch mal. Ich überreiche dem netten Grenzbeamten meinen Pass. Gespannt beobachte ich seine Gestik und Mimik. Keine 30 Sekunden später habe ich einen Stempel im Pass! Wer sagt’s denn!!! Siehst Arnold, hat doch was gebracht, das Verrücken und Ordnen der Sessel, der Zeitungen und Schuhe.

Nun zu Kuala Lumpur. Erst am Donnerstag, d. h. einen Tag vor der Reise, haben wir geschnallt, dass der Grand Prix in unmittelbarer Nähe von KL stattfindet. Aber eigentlich berührte uns die Info gar nicht wirklich. Aber, dass da was im Gange war, bekamen wir schon zu spüren.

Was wir nun in KL gemacht haben, brauch ich euch nicht zu erzählen: Viel gegangen, im Vergleich zu Singapur viel Taxi gefahren, viel gestaunt, viel fotografiert und vor allem viel geschwitzt – so wie es sich für einen Städtetrip gehört. Gegessen haben wir nicht viel. Mir war nicht nach Essen…Dem Arnold auch nicht, nachdem er am Freitagabend etwas zu tief ins Bierglas geschaut hat!


Die Stadt ist ganz anders als Singapur, ganz anders. Inwiefern? Man kann die beiden Städte absolut nicht vergleichen, völlig konträr. Wenn Singapur Asien für Anfänger ist, ist Kuala Lumpur bzw. Malaysia Asien für Fortgeschrittene I und II. Als Fußgänger lebt man dort gefährlich. Keine bzw. wenige Ampeln/Verkehrszeichen, die berücksichtigt werden. Wenige bis fast keine Fußgängerübergänge. Völlig inadäquate Fußgängerwege…Es liegt viel mehr Müll und Dreck auf den Straßen und in Chinatown findet man mehr Garküchen als in Singapur vor. Architektonische Kontraste sind ausgeprägter vorhanden: alte (ältere), niedrige Gebäude, neben neuen hohen Wolkenkratzer. Kluft zwischen arm und reich ist vermehrt vorhanden bzw. ist überhaupt sichtbar. Der islamische Glauben beherrscht das Leben der Locals. Viele Gebäude wurden im Sinne des islamischen Glaubens errichtet. Unter anderem auch die Petronas Twin Towers sowie der KL Tower. Überhaupt ist das ganze Treiben in KL bunter, schriller, diverser und homosexueller als in Singapur. Wo in Singapur Homosexualität strengstens verboten ist, stoßen Homosexuelle in KL auf viel mehr Sympathie und Toleranz - verboten ist es trotzdem, aber es scheint die Leute nicht so sehr zu kümmern.
Am beeindruckendsten waren die Twin Towers, die Batu Caves und die Lake Gardens: die Towers wegen der impossanten Höhe und Architektur, die Batu Caves wegen der Lage und der Menschen, die zu diesen Höhlen pilgern und die Lake Gardens wegen der impossanten Bäume und Pflanzen, die man dort vorfindet.

KL war einfach beeindruckend und voller Staunen! Nun freuen wir uns schon auf die nächste Reise, die Reise in die Heimat. :-)

Wednesday, April 6, 2011

Multi-Kulti-Seminar

Letzte Woche waren die Geschäftsführer der Auslandsniederlassungen von Schäfer bei uns in Singapur. Die Aufgabe war, das Wissen in Richtung Lagerautomatisierung und Kommissioniersysteme aufzufrischen und zu vertiefen. Ein Tag Präsentationen von Virginia, Carsten, Brad und mir und am zweiten Tag Workshop und Case Studies, die ich leiten durfte.

Den Leuten hats gefallen, wir haben sehr positives Feedback bekommen, aber auch gesehen, dass unsere Erwartungen an das Know How der Niederlassungen nicht unbedingt erfüllt wurden. Wie auch immer – für mich war es eine tolle Bereicherung – sowohl technisch als auch kulturell.

Wir hatten Kollegen aus Thailand, Malaysien, Philippinen, Indonesien, Indien, China und Australien am Tisch. Eine bunte Mischung von Leuten mit unterschiedlichen Erfahrungen, Voraussetzungen aber auch Anforderungen. In den Pausen und während der Abendveranstaltungen war auch Zeit, die Leute näher kennen zu lernen. Unser Inder z.B. isst kein Fleisch und keinen Fisch – fast so wie Evelin ;-). Er ernährt sich vorwiegend von Obst und Joghurt. Blöd wenn es dann kein Joghurt gibt (wie z.B. im Seafood-Restaurant). Dann isst man halt trockene Nudeln mit Limetten… Naja. Aussehen tut er nicht unbedingt wie ein Vegetarier. Prata ist halt doch ziemlich Fett und Nudeln bestehen auch nur aus Kohlehydraten und damit aus Zucker.

Für mich war der Montag eine tolle, neue Erfahrung. Ich habe das erste Mal in meinem Leben Krabben gegessen. Ist eine riesen Sauerei. Zuerst hab ich mir mal angeschaut, wie die Kollegen das so machen. Dann mit beiden Händen zugegriffen, die Zange (die schon komplett voll Sauce war) genommen und zugedrückt. Ein bisschen zu fest leider: Aus der Krabbenschere hat sich ein Schwall Sauce über mein Hemd ergossen. Gott sei Dank war ich nicht der einzige, der sich angepatzelt hat. Unser Oberboss Brian hat nicht viel besser ausgesehen. Geschmeckt hat es aber sehr gut. Leider musste ich immer wieder daran denken, wie die Krabben üblicherweise zubereitet werden, was dem Appetit nicht unbedingt zuträglich war.

Der nächste Abend war dann ein kulinarisches Highlight – High in dreifacher Hinsicht. Das Dinner war am 75. Stock des Marina Bay Sands Hotels – am Deck des Schiffes, also high. Die Aussicht war traumhaft – incl. Sonnenuntergang über Singapur. Das zweite Highlight war das Essen. An die 10 Gänge mit kleinen Häppchen von Gemüse über Fisch und Seafood bis zu Ministeaks und exquisiten Dessert-Variationen. Köstlich. Der dazu kredenzte Wein aus Italien hat dann dazu beigetragen, dass ich mein 3. Highlight hatte – ein kleines „Spitzerl“ ist vielleicht noch untertrieben.

Unser Kollege aus Indonesien hat dann später die Gelegenheit genutzt ins Casino zu gehen. Wie wir am nächsten Tag erfahren haben, hat er sogar um die 500SGD gewonnen. Diese Erfahrung werde ich mit Evelin auch noch machen. Aber zunächst mal geht es ab nach KL (Kuala Lumpur).

Für brilliante Fotos wird hoffentlich unsere neue SLR-Kamera sorgen, die wir im Funan-Einkaufszentrum (Digital World) erstanden haben. Für diese Investition haben wir Ostern und Evelins Geburtstag zusammen gelegt. Bleibt nur zu hoffen, dass wir bis zu unserem Trip am Wochenende (also bis morgen) lernen, damit umzugehen.





Ach ja – Facebook leser wissen das bereits – ich hab mein erstes eBook gelesen. Hatte knapp 900 Seiten. Under the Dome von Stephen King. Komplett auf meinem Samsung Galaxy S9000i gelesen. Ziemlich komfortabel. Großes Display

und immer mit dabei. Den Großteil des Buches hab ich auf dem Weg in die Arbeit und in der U-Bahn gelesen. Tolles Buch.


So, jetzt freue ich mich schon aufs Kofferpacken (Evelin hat auch einen neuen Trolley bekommen) und auf unseren Ausflug nach KL und in unser erstes 5-Sterne Hotel mit Blick auf die Petronas Towers.



Reisebricht folgt nächste Woche!


Thursday, March 31, 2011

Nicht nach Plan...

Hallo, ihr Lieben!

Noch immer kann ich euch weder auf Mandarin noch auf Tamil oder Malaiisch begrüßen – leider! Aber, ich plane nach wie vor einen Mandarinkurs zu besuchen  – so bald "Zeit" da ist.:-)

Diese Woche ist absolut nicht nach Plan verlaufen. Montag war nicht Putztag (hab am Samstag geputzt), Dienstag war nicht Blogtag (wird ja erst jetzt geschrieben), weder Montag noch Dienstag waren Billardabend, Mittwoch war nicht Schwimmtag und es wurde nicht jeden zweiten Tag gekocht, wie geplant. Die letzten zwei Wochen waren sehr ereignisreich und ich am Ende des Tages so müde, dass ich einfach keine Lust hatte etwas zu schreiben. Ihr verzeiht!?

Letzten Mittwoch haben wir unsere Canvas Prints geliefert bekommen und sind 100%ig zufrieden mit den zwei Bildern. Das Wohnzimmer sieht gleich etwas bunter aus… Was meint ihr? (Foto weiter unten...)

Und der Donnerstag, der wurde zum Sachertorte backen genutzt. Wir hatten sogar philippinische Unterstützung. Arnolds Arbeitskollegin, Virginia, wollte unbedingt dabei sein und NUR zuschauen. Wir haben die Torte nach einem Rezept aus dem Internet zubereitet (http://www.chefkoch.de/rezepte/184631079424979/Sachertorte.html) und ich sag euch, die ist vielleicht gut geworden. Wahnsinn! Am Liebsten hätte ich die Torte zur Gänze alleine aufgegessen, aber nein, ich musste ja mit Arnolds KollegInnen und Andreja & Co. teilen. Ich schwöre bei allem was mir heilig ist, die Torte war exzellent und vor allem so easy zu machen!!!



Am Samstag mussten wir uns in der Küche ins Zeug legen, schließlich haben wir meine Cousine samt Family zum Abendessen eingeladen. Und falls jemand der Meinung ist, ICH wäre schwierig was Essen betrifft, dann kennt ihr mein Cousinchen nicht!!! Ich selbst war/bin immer noch verwundert darüber, was sie so alles isst bzw. nicht isst. Es gab selbstgebackenes Tomatenbrot, gebackene Risottobällchen mit FRISCHEM Basilikum (mit den großen Buchstaben möchte ich dezent darauf hinweisen, dass wir stolze Besitzer einer Basilikumpflanze sind) und überbackene Paprika mit Pastafüllung = italienische Küche! What else? Alles ist super gelungen, ohne Komplikationen und (fast) ohne Plan B. Als Nachspeise gab es unsere Torte. Unseren Gästen hat es geschmeckt, sogar so sehr, dass nach jedem Gang Nachschlag verlangt wurde! Die Frage ist nur, ob es ihnen so gut geschmeckt hat oder ob die Portionen zu klein waren!? Wie auch immer, es war schön, die Familie um sich zu haben!!! 

 Von links: Arnold, Tihomir, Andreja, Michelle, Dorian alias Dodo
(Man beachte die Canvas Prints an der Wand.)

 Orchideen, die mir Andreja mitgebracht hat! 

Am Sonntag wurde planmäßig etwas „draußen“ gemacht – zwanghaft wohlgemerkt! Am Wochenende sind wir leider am Faulsten und würden die Zeit am Liebsten in der Wohnung verbringen. Wie auch immer, die Wahl fiel auf die Chinese & Japanesse Gardens, die sich nur zwei MRT-Stationen von unserer Wohnung befinden. Eine sehr schöne Anlage, die wirklich viel Ruhe und Energie ausstrahlt. Gut, wir waren gleich in der Früh dort, vielleicht herrscht am Nachmittag eine andere Atmosphäre. Arnold machte dort endlich wieder mal einen Cache und wurde dabei von einem „kleinen“ Lizard verfolgt. Insgesamt ein sehr netter Ausflug. Überflüssig zu erwähnen, dass wir BEIDE schweißgebadet und vollkommen erledigt in der Wohnung ankamen (BEIDE großgeschrieben, weil ich unterstreichen möchte, dass auch ich, die nicht so leicht zum Schwitzen gebracht wird, durchnässt war!).











Arnold hatte dann Montag, Dienstag und Mittwoch eine Firmenfortbildung, die zum Teil von ihm organisiert und vorgetragen wurde. Es waren Leute aus China, Indonesien, den Philippinen, Malaysia und Australien anwesend. Für ihn war es total spannend, endlich lernte er die „gesamte“ Crew aus Südostasien kennen. Da es aber immer Abendprogramm (ohne PartnerIn) gegeben hat, hatte ich "frei" sozusagen. Am Montag war ich mit Julia, dem allerersten Blinddate, im Fullerton Hotel (ist in Singapur ein Begriff) einen Cocktail schlürfen. Fein, sehr fein dort. Dienstag war ich dann mit Andreja unterwegs. Zu Hause angekommen war ich so erledigt, dass ich nicht einmal essen konnte, obwohl ich echt Hunger hatte. Andreja ist diese Woche sohnlos gewesen, daher konnte sie herumstrawanzen. Und ihr wisst, wie das so läuft: Mitgefangen, Mitgehangen! Mittwochabend kam es dann zu einem vierten Blinddate: Isabell. Zu meinem großen Bedauern bleibt sie nicht mehr lange in Singapur. Im Juni geht’s ab nach Hongkong. Am Donnerstag war wieder Andreja angesagt, dieses Mal nicht so lange und ab heute verläuft wieder alles nach Plan: Kroatinnen-Stammtisch und am Abend mit Arnold essen gehen. Um es mit Peter’s Worten auszudrücken: es moved!

Gerne würde ich euch wieder meine Gedanken und Beobachtungen mitteilen, aber ich kann nicht! Bin immer noch sehr müde und erledigt. Wird wohl bis zur nächsten Woche warten müssen…keine Angst, hab mir einen Schummelzettel zugelegt.

Wie geht es euch?

Hoping to hear from you soon!

Bye

Tuesday, March 22, 2011

The Lion King, Apfelstrudel und Elvis

Das Highlight der letzten Woche war definitiv die Verabredung mit dem Lion King und seinen UntertanInnen im Marina Bay Sands Theater. Es wurde gelacht, geweint, mitgefiebert, mitgetanzt (im Sessel) und mitgesungen (mitgesungen natürlich nur im Geiste). Der Einzug der Tiere zum Thron des Königs und die dazu gespielte Musik trieben mir Tränen der Überwältigung in die Augen. Schwer zu beschreiben, wie diese Tierchen bzw. diese Menschen verkleidet in Tiere ausgesehen haben…einfach nur WOW! Meine Bewunderung gilt hier vor allem der Kostüm- und Maskenbildnerin Julie Taymor, und natürlich ihrem Team…sie haben wirklich grenzgeniale Arbeit geleistet! Die Musik, vor allem die afrikanischen Gesänge, ging unter die Haut. Die Bühne sowie die Choreographien fügten sich tadellos ins Gesamtbild ein und machten die Verabredung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Unglaublich, wozu menschliche Phantasie im Stande ist…(Das denk ich mir übrigens immer, wenn ich etwas Überwältigendes sehe, höre oder lese. Sei es ein historisches Monument, geplant und gebaut durch Menschenhand, unter die Haut gehendes Lied, ein mitreißendes Buch oder eben ein Stück im Theater oder in der Oper).

Was die schauspielerische Leistung anbelangt, war ich an manchen Stellen etwas enttäuscht. Allen haben gut gespielt und gesungen, an machen Stellen fehlte jedoch das gewisse Etwas, der Pfiff sozusagen. Timon, das Faultier, Pumbaa, das Wildschwein und Zuzu, der „Hofnarr“ sowie der bereits erwachsene Simba waren meine Lieblingsfiguren. Die Tierchen, weil sie es wirklich drauf hatten Stimmung in das Publikum zu bringen und Simba, weil er einfach „gut gebaut“ war :-)!!! Nein, natürlich nicht nur deswegen…er hatte auch eine echt tolle Stimme. (Das klingt jetzt wohl nur noch billig und grotesk, nicht? Und glauben, tut mir es wahrscheinlich auch keiner?)

Mehr erwartet hätte ich mir auch von „Can you feel the love tonight“. Leider war es keine stimmliche Explosion…keine Gänsehaut, keine Tränen…schön, aber halt nichts Herausragendes.

Summa summarum: Auf solche Verabredungen geht man gerne und gibt auch gerne Geld dafür aus. 




Die nächste Verabredung bzw. die nächsten Verabredungen standen für Samstag am Programm. Zunächst waren wir mit Fara, einer bildhübschen Singapurerin, verabredet, um unsere zwei Canvas Prints zu besprechen. Ihr Atelier hat sie in einem Gebäude, in das ich, hätte ich nicht mit 100%iger Sicherheit gewusst, dass es sich dort befindet, keinen Fuß hinein gesetzt. Als wir dann raus kamen, war ich von ihrem Auftreten und Arnold von ihrer Kompetenz geblendet. Am Nachmittag machten wir uns dann mit einem, einen Tag davor zubereiteten Apfelstrudel, auf dem Weg zu Carsten, Petra, Bianca und Nicole. Carsten ist Arnolds Chef und lud zum Barbecue ein. Bianca und Nicole, 8-jährige Zwillinge, waren/sind so süß und niedlich, dass ich sie am liebsten mit nach Hause genommen hätte. Das Essen hat toll geschmeckt und die Gastgeber waren wirklich sehr nett…ABER gegen zwei lustige Mädls, die dich mit ihrer Energie vom Hocker hauen und dir ständig ein Lächeln schenken, kommt man aber nicht an!!!


C - für Carsten ;-)


Der Sonntag war eher gemütlich. Korrektur: der Nachmittag war eher gemütlich. Der Vormittag war aufregend, im Sinne nervenaufreibend. Warum? Ich sag nur: 2012!!! Kennt jemand diesen Film? Arnold fand es, im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse in nahe liegenden Teilen der Welt für passend, mir diesen Film zu zeigen. Ich sag ja nicht, dass mir der Film nicht gefallen hätte. Es ist nur so, dass ich, hätte ich Blutdruck gemessen, wahrscheinlich besorgniserregende Werte abgelesen hätte.

Am Nachmittag haben wir uns dann wieder auf die Suche nach DER Kaffeemaschine gemacht. Natürlich haben wir da was ins Auge gefasst, aber ratet mal…Eigentlich wollten wir nicht so viel ausgeben…aber egal was wir sonst so anschauen, wir kommen nicht los davon. Worauf führt das hinaus? Hm…früher oder später – hoffentlich früher – werden wir dieses schmucke Stück unser Eigen nennen.

http://www.amazon.de/Illy-FrancisFrancis-Ground-Espressomaschine-hellblau/dp/B00004VXQC

http://89.145.77.145/steelcube/components/com_virtuemart/shop_image/product/AS-DREAM_colours.jpg

Die Woche ließen wir dann mit einem Spaziergang im gegenüberliegenden Park ausklingen. 



Die Tatsache, dass Buchtitel wie SINGAPUR. Tipps ! für individuelle Entdecker, Singapore. THE BRADT TRAVEL GUIDE, Living in SINGAPORE und Handbook For EXPATRIATES langsam aber sicher in unsere Schubladen verschwinden und Platz für The Dome von King und Kao da smo otac i kći von Matanović machen, lassen nun eindeutig darauf schließen, dass wir angekommen sind! Ihr dürft selbst raten, wer welches Buch liest ;-)!

Eine weitere nennenswerte Neuigkeit ist, dass sich meine/unsere Rituale um ein Ritual erweitert haben: Montag oder Dienstag, den Tag haben wir noch nicht fix fixiert :-), ist Billard-Abend. Bald werde ich so gut wie Johnny aus Poolhall Junkies spielen und dann traut sich doch Eine/r mal gegen mich zu spielen ;-)!!!



Und abgesehen von meinen Ambitionen die nächste Pool-Superstarin zu werden, habe ich hier begonnen vermehrt Elvis Presley zu hören…Keine Ahnung, ob ihr mit dieser Information was anfangen könnt. Ich zumindest kann es noch nicht… ;-)

So viel von uns/mir!

Macht es gut!!!

Monday, March 14, 2011

Dienstag = Blogtag

Ja, meine/unsere werten BlogverfolgerInnen, ich hab schon so meine Rituale:

Montag: Putz- und Waschtag
Dienstag: Blog- und Waschtag
Mittwoch: Bügelabend
Donnerstag: Shoppingtag
Freitag: Kroatinnen-Stammtisch
Samstag und Sonntag: Arnoldtag
:-)
So in etwa zumindest…

Mein lieber Mann ist mir zuvorgekommen und hat mir mein „Thema“ gestohlen. Auch ich wollte bzw. will es noch immer, über das soziale Netzwerken in Singapur schreiben. Zuvor möchte ich euch eine kleine Kostprobe aus dem Buch Theo. Antworten aus dem Kinderzimmer geben. Eine meiner Lieblingsstellen sozusagen:

Für Theo ist Kaufhaus mit Schlaraffenland gleichzusetzen. Unvorstellbar, dass es da irgendwas nicht geben könnte. Hierzu eine kleine Episode: Theo liegt auf dem Wickeltisch, lernt ein bedeutsames Körperteilchen kennen und stellt fest: „Theo hat ein Spatzi.“ Papa kann es offenbar nicht erwarten, ihn aufzuklären und sagt: „Mama hat kein Spatzi“. Theo trägt’s mit Fassung: „Müss ma Billa kaufen!“

Ich hoffe sehr, dass ihr die Stelle auch so witzig findet, wie ich (mittlerweile auch Arnold).

So jetzt aber…

…nachdem ich letzte Woche mein erstes richtiges (kleines) Tief hatte, wusste ich: Es muss was getan werden. Zuerst habe ich Arnold die Ohren voll gejammert, dann hab ich Andrea die Ohren voll gejammert und dann noch meiner anderen Andreja = Cousine die Ohren voll gejammert. Ich erkannte aber relativ schnell, dass das NICHT die Lösung war. Arnold schlug dann vorsichtig vor (vorsichtig, weil ich ein wenig aggressiv war), ich solle doch über Xing versuchen mit Österreicherinnen, die in Singapur leben, in Kontakt zu treten. Gesagt, getan. Hab dann fünf Frauen kontaktiert und siehe da, es haben sich vier gemeldet. Nicht schlecht die Quote, oder?  

Letzten Donnerstag hatte ich mein erstes Blind Date und am Freitag ein zweites. Heute mein drittes. Beide Mädls waren total nett…dennoch keine von ihnen kann jemanden von euch das Wasser reichen ;-). Noch nicht…

Jetzt muss ich noch so viel Erfolg in der Suche nach ÜbersetzungsauftraggeberInnen haben.

Was es sonst so gibt? Ich glaub, dass Arnold und ich zugenommen haben. Wir haben uns jetzt vorgenommen, uns mindestens zwei Mal in der Woche sportlich zu betätigen. Guter Vorsatz, aber ob das nicht nur ein Vorsatz bleibt? Man weiß es nicht…

Fernsehen tun wir eigentlich selten. Wir haben jetzt viel mehr Auswahl als zu Hause, aber irgendwie strahlen sie hier alle zehn Minuten Werbung aus. Zugegeben, die ist nicht so lang wie im deutschen Fernsehen, trotzdem nervt es gewaltig. D.h. ihr werdet auch mehr über die Katastrophen in Japan mitbekommen. Aber ganz ehrlich: mir ist es lieber, ich bekomm wenig mit.

Somit komme ich auch zu einem etwas „unschönen“ Thema (um nicht zu sagen, zu einem katastrophalen Thema). Ich war so schockiert, als ich vom Erdbeben und vom Tsunami hörte, dass der ganze Abend im Eimer war. Und dann noch die Explosion im AKW…Allein die Vorstellung, was die Menschen dort mitmachen, ist schrecklich. Und weiters die Vorstellung, dass wir, damit meine ich die Menschheit, selbst dafür verantwortlich sind. Haben wir nichts aus der Vergangenheit gelernt? Warum muss etwas noch Schlimmeres passieren, damit etwas getan wird? Ja, es gibt Fehler, die viel zu schön sind, um nur einmal begangen zu werden, aber dieser Fehler gehört definitiv nicht zu dieser Sorte!!! Irgendwann wird die Menschheit nicht mehr sagen können: Müss ma reparieren! (Um wieder mit Theos Worten zu sprechen!)

In diesem Sinne verabschiede ich mich heute mit einem NEIN zu Atomkraftwerken!!!

P.S. Was das Telefonat mit Lilly betrifft: Wir hatten uns viel zu erzählen!!!